Mayorka-Individual S.L. - www.calaratjada.com

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.
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Die verspäteten Weihnachtsgeschenke

 

- eine Geschichte von Hans-Maria Deutz -


Zu Anfang der Zeiten hörten 3 Könige aus dem Morgenland, dass ein Kind geboren werden sollte, dass eines Tages ein noch grösserer König sein würde, als sie es selbst waren. Im Traum hette ihnen eine Stimme gesagt, sie sollten sich auf den Weg machen und dieses Kind suchen. Ein heller, leuchtender Stern würde ihnen den Weg weisen.

Die verspäteten Weihnachtsgeschenke
Das Fest des Heiligen Antonio
Von der Wunderburg zur Traumbucht

Unterwegs trafen sich die Könige, und gemeinsam setzten sie ihre Reise fort. Jeder von ihnen hatte ein Geschenk, das er dem Kind zu Füssen legen wollte. Sie waaren so die ersten Menschen, die zur Geburt Christi Gaben überreichten.

Dies gefiel dem Christkind so gut, dass es beschloss, auch anderen Kindern eine Freude zu bereiten. Immer zu seinem Geburtstag, dem Weihnachtsfest, kam das Christkind und beschenkte alle Kinder dieser Erde.
Da die Welt aber so gross ist und viele Kinder beschenkt werden mussten, war die Aufgabe für das Christkind allein zu gross. Es bat daher die drei Könige, ihm zu helfen und die Kinder in ihren Ländern zu bescheren.Die Könige halfen dem Christkind von Herzen gern und machten sich sofort auf den Weg. Nun mussten sie aber, um die Kinder in ihren Ländern besuchen zu können, durch weite, heisse Wüsten wandern, die voller Gefahren steckten. Mit grossen Kamelkarawanen durchquerten sie das ganze Morgenland und verteilten die Gaben an die Kinder. Nach getaner Arbeit sassen die drei Könige müde, aber zufrieden, mitten in der Wüste um ein grosses Feuer und ruhten sich aus.
" Nun haben wir es endlich geschafft und alle Kinder rechtzeitig beschenkt " sagte König Kaspar. " Ja! " antwortete König Melchior, " das Christkind kann mit uns zufrieden sein !"

Nur König Balthasar hatte stumm zugehört. Seine Stirn zeigte tiefe Sorgenfalten.

" Was bedrückt dich, woran denkst du ?" fragte König Kaspar.

" Ich glaube, nein, ich weiss es ", erwiderte König Balthasar: " Wir haben einen grossen Fehler gemacht !" und dabei seufzte er tief auf.

" Welchen Fehler ?" fragten beide Könige wie aus einem Mund.

" Ist euch nicht aufgefallen, dass wir noch Geschenke übrig haben ? Ein Land haben wir vergessen, und die Kinder dort werden jetzt ganz traurig sein. Was wird das Christkind von uns denken, und was können wir jetzt noch tun ?"

Die Könige Kaspar und Melchior hetten mit zunehmenden Entsetzen den Worten König Balthasar gelauscht. Mit leiser Stimme wollten sie wissen: " Welches Land haben wir denn vergessen ?" Ehe König Balthasar antwortete, legte er getrockneten Kamelmist auf das niedergebrannte Feuer, so dass es wieder hell aufflackerte. Die tanzenden Flammen warfen lange Schatten in die dunkle, kalte Wüstennacht. Er hüllte sich noch fester in seinen Burnus, den weiten, weissen Umhang, sah seine Gegenüber an und sagte: " Spanien, die Insel Mallorca und die anderen Inseln, die zu Spanien gehören !"
" Oh jeh ! Spanien haben wir tatsächlich vergessen. Die armen, armen Kinder !" riefen die Könige Kaspar und Melchior.Die drei Könoge waren verzweifelt und ratlos. Sie überlegten hin und her - her und hin, aber immer kamen sie zu dem gleichen Ergebniss. Die Zeit reichte nicht mehr bis zum Heiligen Abend. Und doch mussten die Kinder beschert werden.

König Balthasar stand als erster vom Feuer auf und riet, sofort aufzubrechen. Sie begaben sich zu ihren Kamelen, wo die Treiber letzte Hand an die Lasten legten, die aus den restlichen Geschenken bestanden. Im Trab setzte sich die Karawane in Bewegung. Ihr Ziel war die Meeresküste. Dort hofften die Könige genügend Schiffe zu bekommen, um nach Spanien überzusetzen.

Der heilige Abend.

Wie überall, so auch in Spanien, hatten sich die Menschen in den Kirchen versammelt, um die Geburt Christi zu feiern. Nur die Kinder blieben zu Hause. Sie lagen in ihren Betten und träumten von den herrlichen Sachen, die sie am anderen Tag vorfinden würden.
Doch die Entäuschung am Morgen des 1. Weihnachtstages war riesengross. Keine Geschenke, nicht das kleinste Holzeselchen stand auf oder unter dem Tisch. Nichts!

Die Kinder weinten und die Erwachsenen machten ratlose Gesichter. Hatte das Christkind sie vergessen? Auch am 2. Weihnachtstag und an den folgenden Tagen änderte sich nichts. Die Menschen gingen in die Kirche und beteten. Überall in Spanien herrschte Trauer.
So auch auf der Mittelmeerinsel Mallorca. Doch da hatte der Alcalde des Fischerdorfes Cala Ratjada eine Idee. Der heilige Antonio half doch in allen Lebenslagen. Warum sollten sie ihn jetzt nicht bitten, den Kindern zu helfen? Der Alcalde versammelte alle Männer des Dorfes um sich, und bat sie, in allen Strassen, Gassen und auf den Plätzen grosse Holzfeuer anzuzünden. Damit sollte dem Christkindl der Weg gewiesen werden. Gleichzeitig würde der Heilige Antonio sehen, dass die Menschen, vor allen die Kinder, in Spanien in grossen Nöten waren. Während die Feuer brannten, flehten alle Einwohner von Cala Ratjada den Heiligen Antonio an, ihnen zu helfen.

Das Wunder geschah! Der Heilige Antonio lies sich nicht lange bitten und half den Menschen in ganz Spanien, die auf das Christkind warteten.

Am 5.Januar sah man zwei alte Fischer ganz aufgeregt in den Ort laufen. Schon von weitem hörte man sie rufen: " Es kommen Schiffe, so viel, wie ihr noch nie gesehen habt! Kommt alle mit und seht!"

 

Bald standen alle Einwohner von Cala Ratjada, voran die Kinder, im Hafen und sahen, wie ein Schiff nach dem anderen festmachte. Eine grosse Anzahl von Schiffen kreuzte noch draussen auf dem Meer, den der Hafen war zu klein, um allen Platz zu bieten.

Da verliessen die Heiligen Drei Könige, die Helfer des Christkindes, das erste Schiff. Sie verteilten die verspäteten Weihnachtsgeschenke. Unter den Menschen brach ein unbeschreiblicher Jubel aus. Sie umarmten und küssten sich vor Freude.

In zwei Tagen, am 5. und 6. Januar, schafften es die drei Könige, alle Kinder in Spanien zu bescheren. Seitdem werden dort die Kinder, bis zum heutigen Tag, zu dieser Zeit beschenkt.

Aber auch die Hilfe des Heiligen Antonio vergassen die Menschen nicht. Jedes Jahr, am Vortag zu seinem Namenstag, am 17.Januar, zünden sie in allen Strassen, Gassen und auf allen Plätzen grosse Holzfeuer an und tanzen bis zum frühen Morgen.