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Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.
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Capdepera

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Von der Wunderburg zur Traumbucht

Hätte die Gottesmutter nicht im rechten Moment geholfen, stünden heute wohl nur noch Stummel wie hohle Backenzähne in den Himmel des Llevant über Capdepera. Doch als im 14.Jahrhundert ein besonders schwerer Piratenüberfall die Stadt heimsuchte und die Bewohner schon völlig verzweifelten, da nicht einmal die Burg sie vor der mordenden und plündernden Meute beschützen zu können schien, griffen sie zum letzten Mittel:
Sie holten eine kleine, schmächtige Madonnenfigur aus der Burgkapelle, stellten sie auf die Zinnen eines der Türme, und sofort senkte sich eine weisse Nebelwand auf die Piraten. Die waren so perplex, dass sie umgehend Fersengeld gaben und das Weite suchten. Als Miracle de Capdepera, das Wunder von Capdepera, wird dieses Ereigniss noch immer in Liedern besungen, und die Madonna, seitdem mit dem Beinamen Esperança, Hoffnung, geschmückt, hat einen Ehrenplatz in der Sant-Bartomeu-Kirche. Der Turm heisst seitdem Torre de la Boira, Nebelturm, und dient als Pforte in die wundersam gerettete Burg, die die grösste Mallorcas und dank geschickter Restaurierungen hervorragend erhalten ist.
Am Ort des Wunders will niemand leben

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Das Fest des Heiligen Antonio
Von der Wunderburg zur Traumbucht

Weithin sichtbar wacht sie auf dem Berg Recó über die Stadt und das Umland. Ihre Zinnen und Türme glänzen warm und golden im Abendlicht. Dass ihre Mauern ausser dem Gouverneurshaus, einen Wehrturm und besagter Kapelle nichts zu schützen haben, hat seinen Grund: Sie blieb seit 1300 mehr oder weniger unbewohnt. Längst vorher hatten die Mauren hier eine Befestigungsanlage unterhalten, die während der Reconquista als eine der letzten an die Christen fiel. In den Ruinen der maurischen Burg empfing Jaume I. die arabischen Gesandten aus Menorca, die ihm kampflos ihre Insel übergaben. Schon wünschte er, die Burg solle wieder aufgebaut und von den im Umkreis lebenden Bauern besiedelt werden
Aber diese Pläne scheiterten. Weder Jaume II., der den Mauerring verdoppeln liess, noch sein Nachfolger Sanç I., der 1323 eine Kapelle in der Burganlage errichten liess und zeitweise selbst hier lebte, gelang es, die Bauern zum Umzug in die Burg zu bewegen.

Griffen Piraten an, suchten sie Zuflucht in der Burg, zogen aber sofort wieder ab, sowie die Gefahr vorüber war. Was aus der ehemals zersteuten Besiedlung um die Burg geworden ist, offenbart sich bei einem Rundgang über die Burgmauer: eine geschäftige, florierende Stadt mit Treppengassen voller Blumen und Kakteen, efeubewachsenen Mauern und verträumten Hinterhöfen.


Langusten, Schwarzwälder Kirsch und moderne Kunst

Cala Ratjada ist nach wie vor Mallorcas wichtigster Fischereihafen.
Am Ortsausgang fällt die Wahl schwer: nach Norden, Richtung Cala Mesquida , durch eine Landschaft voller wilder Oliven und Mastixsträuchern, in denen Nachtigallen, Zaunkönige und Rotkehlchen nisten, bis zur -noch- fast unbebauten Cala Mesquida Bucht? Oder nach Osten, nach Cala Ratjada?
Auch der Weg lohnt sich, obschon das Fischerstädtchen sich seit Beginn des vor allem deutschen Massentourismus mit immer neuen Ortsteilen mehr und mehr Richtung Capdepera ausdehnt ( Anm.d.Red.:mit dem Jahr 2000 sind wir zusammengewachsen).Aber trotz der vor allem sommerlichen Invasion von Badegästen, der Omnipräsenz von Schwarzwälder Kirschtorte, deutschen Autokennzeichen und Klingelschildern an den Häusern hat Capdepera es geschafft, im Kern seinen alten Hafen Charme zu bewahren - und seine Stellung als zweitwichtigster Fischereihafen Mallorcas, nach Palma.
Das liegt vor allem daran, dass die Fischgründe in der Meeresstrasse zwischen Mallorca und Menorca unverändert reich sind an sehr begehrten Schätzen: Langusten insbesondere, die in privaten wie Restaurant-Küchen reissenden Absatz finden. So dümpeln im wehrhaft befestigten Hafen llaüts und Motoryachten, Trawler und Sportsegler friedlich nebeneinander, und in den Cafés und Restaurants am Hafen haben einheimische wie fremde Gáste ein bühnenähnliches Panorama auf Bootsbauer und Netzeflicker, auf die frisch angedockte Ware aus dem Meer und die stolzen Yachtbesitzer beim Messingputzen. Alle Politur ist allerdings zwecklos bei einem seltsamen Haufen aus 21 rostigen Ankern am Kai: Die Skulptur des Franzosen Arman ist ein Geschenk der March-Stiftung an die Fischer.
Mehr moderne Bildhauerkunst wartet auf einem Hügel über dem Hafen: Wo einst ein fensterloser und daher blind genannter Wachturm aus dem 15.Jahrhundert stand, der torre cega, hat Joan March ein Herrenhaus im traditionellen Stil hinstellen lassen, das heute seinem Sohn Bartomeu gehört.
Im 60.000 qm grossen Park drumherum, der ausschliesslich mit Pflanzen der mediterranen Fauna bewachsen ist, hat die March-Stiftung 53 Skulpturen aufgestellt, die meisten von spanischen oder lateinamerikanischen Künstlern - ein Chillida zum Beispiel -, aber auch Namen wie Auguste Rodin, Max Bill und Henry Moore sind vertreten. Auf dem Weg zum Leuchtturm an der Punta de Capdepera, die sich vorwitzig nach Osten schiebt, als wolle sie an Menorca schnüffeln, bleibt der Blick immer wieder an von Pinien eingerahmten Bildern hängen - im Süden am Cap Vermell, im Norden am Cap des Freu, und direkt unterhalb des Weges folgt eine Traumbucht der anderen: die Cala Moll und die Cala Gat, wo es sogar bescheidene Getränke- und Eisbuden gibt, etwas weiter die Cala Agulla mit ihrem feinen Sandstrand und dem Dünengras, am Ende die Cala de la Font... ganz ungestört sind sie nicht mehr, aber immerhin noch soweit ab vom grossen touristischen Schuss, dass so gut wie jeder vor Entzücken einen Stossseufzer über Himmel und Meer schickt.