Mayorka-Individual S.L. - www.calaratjada.com

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.

Cala Ratjada - der östlichste Punkt Mallorcas. 2 wichtigster Fischereihafen Mallorcas. Touristische Hochburg mit vielen Möglichkeiten sich in ruhigen und verträumten Buchten auch zu erholen. Wild romantische Landschaft. Reges Nachtleben im Ortszentrum.
 Home
 Capdepera
 Cala Ratjada
 Cala Mesquida
 Font de Sa Cala
 Canyamel
  Fiestas mit Filmebeiträgen

  Impressum

  Kontakt

 Gästebuch
 Mallorca - Forum

 

Capdepera

.

Restaurants Ausflüge Galerie Geschichten Historisches geograph. Lage

 

Historisches


In der Gemeinde sind 41 Fundstellen aus der Vorzeit dokumentiert.

Aus der prätalayotischen Epoche ( 2000 - 1400 v Chr. ) stammen die künstlichen Höhlen von Son Jaumell und die schiffsförmigen Wohnstätten des Torre de Canyamel, die jeweils Wohn- und Begräbnisswelt repräsentieren.

Aus der talayotischen Zeit ( 1400 - 123 v Chr. ) verbleibt eine Reihe von Siedlungen namens Sos Sastres, Son Barbassa etc. Besonders bekannt ist die Fundstätte Son Favar, da man dort zwischen 1941 und 1945 vier kleine Bronzestatuen ( V-II v Chr.) gefunden hat. Die Statuen stellen nackte Krieger, bewaffnet und in Kriegshaltung dar, wobei es sich um die berühmten mallorquinischen Steinschleuderer handeln könnte.
Die archäologischen Funde aus der römischen Herrschaft ( 123 v. Chr - 465 n.Chr. ) sind zwar gering, aber alles deutet auf eine fortwährende Bevólkerung der Talayots durch die Einwohner und Kolonisatoren hin. Auch aus der Zeit der Vandalen und der Byzantiner verblieben nur wenige Überreste.Während der Herrschaft der Muselmanen ( 902 -1229 ) wurden die vorgenannten Gebiete mit Artà und Son Servera unter dem Namen " Yartan " zusammengefasst und bildeten einen der 12 Distrikte der Insel. Aus dieser Zeit sind einige Ortsnamen wie Benifela und Mesquida und diverse archäologische Fundstátten überliefert. Ebenso betrachtet man den Torre de Miquel Nunis und den torre de Canyamel als islamische Bauwerke.

Im Jahre 1229 ereignete sich die Eroberung Mallorcas durch König Jaume I, welcher der Insel die heutige Sprache und Kultur brachte. Aus dieser Zeit stammt das erste schriftliche Dokument, indem Capdepera erscheint; es handelt sich hierbei um die Chronik des Königs Jaume I " Llibre dels Feits " und bezieht sich auf die Kapitulation Menorcas im Jahre 1232. In jenem Jahr unterzeichnete man den Pakt von Cap de la Pera, wodurch Menorca zwar seine Unabhängigkeit behielt, steuerlich aber dem König von Katalonien und Aragón unterlag. Bei der späteren Teilung fiel dem König der gesamte islamische Distrikt " Yartan " zu. Die nördliche Hälfte Capdeperas übergab er der Familie Numis und die südliche der Familie Montsó.

König Jaume II befahl im Jahr 1300 den Bau eines befestigten Zentrums, um die verstreute Bevölkerung zu sammeln und vor Piratenangriffen zu schützen. Während des gesamten 14. Jahrhunderts errichtete man in der Nähe des Turms Nunis Stadtmauern, eine kleine Kirche und die ersten Häuser des Ortes. Aufgrund räumlicher Probleme kehrte aber ein Teil der Bevölkerung in die alten Unterkünfte zurück oder siedelte sich ausserhalb der Stadtmauern an. Auf diese Weise bildete sich ein neuer Stadtteil, plaziert im heutigen Stadtteil Raval.

Obwohl der Ort bereits 1328 um Eigenständigkeit bat, wurde er dem Rathaus von Artà unterstellt. Erst im 19. Jahrhundert erreichte man die Einführung des Vizebürgermeisteramtes und die Repräsentation im Rathaus.


Zur Verteidigung des Küstenstreifens errichtete man Wachpunkte, wo dann später Türme erbaut wurden. Bis zum 16. Jahrhundert záhlte man sechs: Son Jaumell, Esbucada, Sa Torre Cega, Font de sa Cala, und zwei am Kap Vermell.

Vielfälltig sind die Legenden um die Pirateneinfälle, aber keine ist so beeindruckend, wie die um die Rettung Capdeperas durch die heilige Jungfrau des Kastells: Bei einem Piratenangriff holte man das Standbild der Jungfrau aus der Kirche und plazierte es auf dem höchsten Turm. Augenblicklich legte sich dichter Nebel über den Ort, der den Feind vertrieb. Seit dieser Zeit ist die Kapelle der Jungfrau der Hoffnung ( Nuestra Señora de la Esperanza ) geweiht.

Aufgrund der Schwierigkeiten, die Überlandtransporte verursachten, wurden Cala Rajada und Canyamel als Häfen zum Transport von Handelsgütern eingerichtet.


Mitte des 19. Jahrhunderts zählte man in Capdepera 233 Häuser, 25 davon im Innern der Burg, wo sich auch das Haus des Gouverneurs und die Kaserne der berittenen Soldaten befand.

Dieses Jahrhundert war das Jahrhundert der Unabhängigkeit und der Begründung einer eigenständigen Gemeinde. Möglich war dies dank des neuen Regierungssystems, eingeführt durch die Konstitution von 1812. Allerdings unterlag die Emanzipation der neuen Gemeinden den jeweils dominierenden politischen Parteien. Während der Regierungszeit der Liberalen ( 1813, 1820, 1837 ) kam man in den Genuss einer autonomen Verwaltung, aber sobald die Absolutisten die Macht zurückerlangten ( 1814. 1823 ), wurden die neuen Rathäuser abgeschafft. Dadurch wurde die defenitive Eigenständigkeit der Gemeinde nicht vor 1858 erreicht.

Unterdessen brach im Jahre 1820 auf der gesamten Halbinsel Llevant die Pest aus. Capdepera war zwar die am wenigsten betroffene Gemeinde, verzeichnete aber trotzdem 120 Todesfälle.

1840 segnete man die im unteren Teil angesiedelte neue Kirche und widmete sie dem heiligen Bartolomeus; bis 1913 wurde allerdings keine Pfarrei eingerichtet.

Im Jahre 1878 gründete Bartomeu Alou eine evangelische Gemeinschaft und eine Vorschule. Dank des Einsatzes für die weniger bevorzugte Bevölkerungsschicht sicherte sich der Protestantismus in dieser Zeit einen gewissen Einfluss und auch heute noch gibt es in der Calle Sant Pere eine kleine protestantische Kirche.

Die Fertigung von Korbflechtereien aus Palmblättern wurde zur Hauptertragsquelle der Bevölkerung. Die zunehmende Lösung der Tagelöhner von den Feudalherren, ermutigt durch die Protestanten, liess unterschiedliche politische Anschauungen aufkommen und der stándig wachsende Interessenskonflikt eskalierte während der Zeit der Spanischen Republik in einen Bürgerkrieg und anschliessend in die Diktatur. Aber auch die konnte den Protestantismus und die progressiven Ideen nicht eliminieren und bei den ersten demokratischen Wahlen 1979 erhielt die sozialisteische Partei das Bürgermeisteramt. Seitdem wechselt die politische Macht ständig von rechts nach links.

Der touristische Boom der sechziger Jahre und die massive Einwanderung seitens des Festlandes und Europas hatten eine Wende im Leben der Gemeinde zur Folge; man lebte nicht mehr ausschliesslich von der Landwirtschaft und der herstellung von Korbwaren, sondern entwickelte sich zu einem der Haupttouristikzentren der Insel.